Mittwoch, 9. Januar 2019

Sensorische Deprivation... Bitte mit Vorsicht genießen...

Sensorische Deprivation heißt ja grob übersetzt „Sinnesentzug“. Diese, ich nenne es jetzt mal Praktik, wird ja beim BDSM gerne angewendet. Mit Hilfe von Augen- und Kopfmasken sowie von Isolationskopfhörern kann man den Partner, oder sich selber, von der Umwelt abschirmen.
Ich habe über dieses Thema ja auch schon des Öfteren in meinem Blog geschrieben, da ich ja diese Spielart beim Sex sehr gerne mag. Ich finde es unheimlich erregend die Augen verbunden zu bekommen in Verbindung mit einem Isolationskopfhörer. Dazu noch ein paar Fesselhandschuhe und ich schwebe auf Wolke 7… 😊
Wenn man so von der Umwelt abgeschnitten wird, fängt der Körper an die anderen Sinne zu „schärfen“. Berührungen werden dann um so intensiver wahrgenommen. Aber auch hier gibt es einige Dinge zu beachten. Nicht jeder kommt damit klar, wenn er von der Umwelt abgeschirmt oder abgeschnitten wird. Einige lassen ja vielleicht noch eine Augenbinde oder eine Maske zu, aber wenn man dann noch anfängt mit einem Gehörschutz- oder Isolationskopfhörer einem auch noch das Hören wegzunehmen, kann es schnell zu einer Panik kommen.
Ich möchte jetzt keine Ängste schüren, oder so. Ich möchte hier nur darauf hinweisen, dass es auch bei dieser Spielart zu Komplikationen kommen kann. Einige fühlen sich schon allein bei dem Gedanken nichts mehr hören und sehen zu können nicht wohl. Andere hingegen finden diesen Gedanken mehr als anregend.
Wenn man zu den Menschen gehört die diese Spielart mögen, soll das nicht heißen, dass es auch dem Partner gefallen könnte. Wie bereits erwähnt, reagiert ja jeder Mensch anders auf bestimmte Dinge. Bei einigen kann es vorkommen, dass die bei einem Entzug der Sinne, was ja bei einer sensorischen Deprivation ja gewollt ist, zu Panikreaktionen bzw. unvorhersehbaren anderen Reaktionen kommen kann. Gerade wenn man mehrere Stunden so von der Umwelt abgeschirmt wird, kann es zu solchen Reaktionen kommen. Hier gilt nun auch wieder der Satz: „Weniger ist manchmal mehr“.
Viele beschweren sich ja, dass man immer noch etwas hören kann, wenn man eine „Isolationsmaske“ aus dem BDSM-Fachhandel trägt. Nun, vielleicht ist das ja gar nicht so schlecht. Die Geräusche werden zwar abgedämpft, man bekommt aber immer noch etwas von der Umwelt mit. So kann man sich zwar auf sich selber konzentrieren und die Berührungen des anderen zu genießen, bekommt aber noch genug um sich herum mit um nicht in Panik zu geraten.
Wenn denn mal eine Panik aufkommt, kann es sehr schnell auch sehr Gefährlich werden. Besonders wenn man dann die Maske nicht schnell genug vom Kopf bekommt, kann es zu einem sog. „Absturz“ kommen. Und so etwas ist nicht schön, sondern kann sehr schnell zu seelischen und Psychischen Problemen führen. Und so etwas möchte wirklich keiner, gerade wenn es um die schönste Sache der Welt geht.
Also, wenn Ihr gerade anfängt euch im Bereich des BDSM umzuschauen und vielleicht mal das eine oder andere ausprobieren möchtet, so geht langsam an die Sache heran und probiert es erst einmal für Euch alleine aus, ob diese Spielart der Lust Euch überhaupt gefällt bzw. Euch wirklich Lust bringt.
Um es mal auszuprobieren reichen schon eine einfache Augenmaske (Beispiel: Schlafmaske) und ein Gehörschutz (Beispiel: Gehörschutzstöpsel) aus dem Baumarkt aus. Setzt Euch die Maske und dann den Gehörschutz auf. Wartet dann ein paar Minuten und schaut wie Ihr Euch dabei fühlt. Wenn Ihr Euch wohlfühlt, könnt Ihr dann ja mal einen schritt weitergehen und versuchen Euch dabei selber zu befriedigen. Wenn Ihr merkt, dass die Erregung wächst und Ihr Euch wohlfühlt, könnt Ihr weiter machen. Merkt Ihr aber dass Ihr Euch nicht wohlfühlt bzw. es zu keiner Erregung bzw. zu einem Lustgewinn kommt, lasst es bleiben. 
Später kann man dann das ganze ja auch noch steigern in dem man sich entweder selber fesselt oder von seinem Partner gefesselt wird. Aber auch hier ist etwas Vorsicht geboten. Es kann auch hier plötzlich zu einer Panik kommen, wenn man weiß das man die Maske und den Kopfhörer nicht selber wieder absetzen kann!
Wie bereits gesagt, ich möchte diese Spielart der Lust nicht „verteufeln“ oder so, sondern ich möchte nur auf einige Gefahren hinweisen, die dabei entstehen können. Ansonsten wünsche ich Euch viel Spaß beim Ausprobieren und beim praktizieren dieser doch recht interessanten BDSM-Variante.
 

Sonntag, 9. Dezember 2018

Wenn Schuhe zum Fetisch Objekt werden…


Nun, wer mag sie nicht. Schuhe. Sie sind zum einen Praktisch, weil man nicht mehr barfuß herumlaufen muss, bequem und sehen auch gut aus.
Gerade Frauen haben es gerade Schuhe angetan. Es gibt kaum eine Frau die einfach so an einem Schuhgeschäft vorbeilaufen kann, ohne mal ein Blick in das Schaufenster zu werfen.
Es kann aber auch mal passieren, dass Schuhe zu einem Fetisch-Objekt werden können.
Ich selber kann mich auch nicht davon freisprechen. Ich hatte schon immer eine gewisse Vorliebe für Damenstiefel gehabt. Später dann kamen auch noch andere Schuhe dazu. Wahrscheinlich war der Auslöser dafür meine heutige Frau gewesen…
J
Sie ist meine absolute Traumfrau und sie schaut nun mal in bestimmten Schuhen unheimlich Sexy aus und strahlt dabei noch eine gewisse „Erotik“ aus.
Daher habe ich einen gewissen Fetisch über bestimmte Schuhe und Stiefel entwickelt gehabt.
Nun, anfangs war ich sehr irritiert und dachte das etwas nicht mit mir stimmen könnte, aber mit der Zeit habe ich es als ein Teil von mir akzeptiert und genieße nun den Anblick von Stiefeln und Schuhen, vorzugsweise bei meiner Frau.
Auch bei der Selbstbefriedigung denke ich gerne an solches Schuhwerk und genieße dabei die Erregung und den Orgasmus… :-)

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Sex ist immer gleich „Geschlechtsverkehr“…?

Warum wird Sex denn immer gleich mit „rein und raus“, sprich „Geschlechtsverkehr“, assoziiert?

Ich habe bemerkt, dass jeder gleich an das typische „rein und raus“ denkt, sobald man das Thema Sex anspricht. Dabei ist doch Sex so viel mehr…
Sex kann man auch mal mit seinem Partner haben, ohne gleich in ihn eindringen zu wollen. Es ist auch sehr schön und entspannend, wenn man sich einfach mal im Arm hält und miteinander kuschelt. Einfach mal den Körper des anderen genießen und seine Haut auf seine spüren. Ihn mal so richtig wahrnehmen. Oder ihn auch einfach mal ausgiebig streicheln und/oder ihn sanft massieren? Gerade wenn man schon länger in einer Beziehung lebt und das Sexleben etwas eingeschlafen ist, kann so etwas wirklich gut tun. Sex ist nicht gleich immer „Orgasmus“ oder „dring in mich ein“.
Einfach mal das Gefühl haben, mal wieder von seinem liebsten so richtig verwöhnt und begehrt zu werden, können auch die Gefühle vom ersten gemeinsamen „verliebt sein“ neu erwecken.


Sex ist wirklich mehr, als immer nur das eine. Man sollte einfach mal aus der Routine ausbrechen  und seinen Partner einfach mal mit seinen ganzen anderen Sinnen genießen. Wenn dann doch mal das Verlangen nach einem Orgasmus zu groß wird, kann man dem ja dann immer noch nachkommen, oder? J

Samstag, 1. Dezember 2018

Fetisch-Orgasmus

Viele können nicht verstehen, wenn man bei dem Anblick von Damenschuhen, oder Ledermasken, oder anderen Dingen in Ekstase gerät.

Es scheint als ob man mit bestimmten Vorlieben für bestimmte Dinge und Materialien auf die Welt kommt. Auch in bei der Sexualität spielen für manche solche Dinge eine wichtige Rolle.

Ich selber kam auch mehr durch Zufall darauf, das ich auf bestimmte Dinge stehe oder zumindest erregend finde. (Siehe meinen Beitrag "Mein erster Fetisch-Orgasmus")
Da dieses Erlebnis so ziemlich am Anfang meiner sexuellen Entwicklung stand, war ich natürlich neugierig geworden und habe angefangen zu experimentieren bzw. immer wieder mal etwas neues auszuprobieren. Es ist nicht gerade einfach zu erklären warum man auf bestimmte Dinge steht oder warum man gerade bei dem Anblick von, zum Beispiel, schwarzen Glattlederstiefeln oder einer Augenmaske aus Leder eine "Erektion" bekommt oder sich zumindest ein sehr schönes Gefühl in der Lendengegend breit macht. Ich kann es eigentlich nicht erklären, daher lass ich es lieber.

Anfangs war ich von mir selber überrascht. Ich kann mich noch sehr gut an eine Situation erinnern wo ich noch jung und unerfahren war und gerade erst die Selbstbefriedigung für mich entdeckte. (siehe "Die erste Selbstbefriedigung, mein erster Orgasmus")
Als ich die Skischuhe von meinem Bruder im Keller entdeckte, überkam mich ein Drang die Schuhe anzuziehen. Gesagt getan. Ich schlüpfte dann in die Schuhe und habe diese verschlossen. Nachdem ich sie verschlossen hatte, spürte ich etwas was ich noch nie zuvor gespürt habe und ich bekam sogleich eine ziemlich heftige Erektion. Das Gefühl der engen Schuhe an meinen Füßen war für mich unheimlich erregend und befriedigend zugleich. Ich zog dann meine Hose runter und mein kleiner Stand unheimlich hart aufrecht und streckte mir seine Eichel entgegen. Ich tat also das, was jeder hätte getan. Ich fing an zu masturbieren. Das Gefühl was ich dabei empfand war unbeschreiblich. Es war viel besser als beim "normalen" masturbieren. Jedes mal, wenn ich die Vorhaut über die Eichel habe gleiten lassen durchzog es meinen Körper wie es noch nie getan hat. Schon nach kurzer Zeit bekam ich einen unglaublich heftigen Orgasmus, so wie ich ihn zuvor noch nie gespürt hatte.

Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, überkam mich ein Gefühl der Scham und Schuld, von wegen was ich da eigentlich gemacht habe. Dieses Gefühl hatte ich eine lange Zeit gehabt, wenn ich mich mit bestimmten Dingen selbst befriedigt hatte. Zum Glück habe ich das Gefühl heute nicht mehr. Da mich aber immer wieder bestimmte Dinge und Materialien erregt hatten, fing ich natürlich an zu experimentieren und mich auch auf die Suche zu begeben, was ich alles so mag und was nicht.
Anfangs war es schon etwas seltsam und ich kam mir auch hin und wieder etwas "Blöd" vor, aber mittlerweile bin ich froh darüber das ich diese Gefühle nicht unterdrückt oder gar ignoriert hatte. Ich bin froh darüber diese Gefühle als Teil von mir selber zu akzeptieren. Ich tue ja damit keinen anderen weh und für mich ist es eine unheimliche Befriedigung und ein unheimlich schöner Orgasmus wenn ich mich selbst befriedige und dabei bestimmte Dinge trage oder daran denke.

Wie bereits erwähnt, für manche hört sich das jetzt extrem seltsam und verstörend an, aber es ist nichts schlimmes dabei. Klar, ich habe auch so meine gewissen Grenzen und kann auch den einen oder anderen Fetisch nicht nachvollziehen, aber nun ja. Jeder ist nun mal anders und solange man  damit selber zu recht kommt und auch keinen anderen damit verletzt, ist es doch alles in Ordnung.

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, was mir noch so gefällt bzw. was mich so "antörnt".
Nun, die meisten Vorlieben müsstet Ihr ja bereits kennen, zumindest diejenigen die meinem Blog schon etwas länger verfolgen. Ich bin einer der sich nicht unbedingt auf ein Material oder auf einen bestimmten Fetisch festlegt. Ich probiere gerne Dinge aus und benutze auch mal dies oder das...
Kur umrissen mag, oder bessergesagt liebe ich das Material Leder. (Lederfesseln, Ledermasken, Lederhandschuhe, etc.)
Dann stehe ich auch unheimlich auf Narkose- bzw. Beatmungsmasken. Mittlerweile sind auch Gasmasken dazugekommen. Auch Kopfhörer haben es mir angetan. Insbesondere "Gehörschutz-Kopfhörer". Aber ich mag zum Beispiel auch andere Dinge wie zum Beispiel "Daunen". Ja, ich mag Daunenjacken, Daunendecken und Bettschuhe. Es ist ein unheimlich schönes Gefühl eine Daunendecke auf nackter Haut zu spüren, oder die Bettschuhe an den Füßen zu spüren.

Nun, wie bereits erwähnt, bin ich der Meinung das bestimmte Vorlieben für Dinge und Materialien uns irgendwie mit in die Wiege gelegt wird. Diejenigen die solche Vorlieben haben und damit leben, verstehen es, die anderen wiederum nicht. Aber man sollte trotzdem den anderen nicht deswegen gleich verurteilen, sondern ihn einfach seinen Fetisch und Vorlieben lassen.

Ich für meinen Teil möchte meine Fetisch-Orgasmen nicht mehr missen!